Ansätze für User Interfaces in einer SOA

Kategorien: Enterprise Mashups, User facing SOA

Diese Liste stellt einige gängige, grundsätzliche Ansätze zur Erzeugung von User Interfaces vor, die zur Interaktion von Usern mit einer SOA dienen sollen.

RIA

Rich Internet Applications gehören zu den kontextbezogenen Lösungen bei der Erstellung von User Interfaces für eine SOA. Sie zu entwickeln ist eine sehr aufwändige Methode, bei der allerdings die Bedürfnisse des Users, bzw der User Schittstelle, vollends erfüllt werden können. Neben der Erstellung ist auch die Wartung aufwändig und die Lösungen sind kaum wiederverwendbar. Die Userschnittstelle ist bei dieser Variante auf Seiten des Users implementiert, wodurch die ideale Anpassung an den User möglich ist.

Portlets

Portlets eignen sich, wenn Daten für User eher präsentiert als vom User bearbeitet werden sollen.  Basierend auf den Standards JSR 168 und 286 können Daten von Webservices einer SOA in einem Portal zur Verfügung gestellt werden. Eine zweite Möglichkeit ist, dass Webservices einer SOA Daten nach dem Standard WSRP (Web Services for Remote Portlets) standardisiert ausliefern und diese somit leichter in ein Portal integriert und dort standardisiert dargestellt werden können.

Durch die Standardisierung und die serviceseitige Implementierung des User Interfaces im 2. Fall ist eine Wiederverwendung sehr gut möglich.

Enterprise Mashups

Mit Enterprise Mashups können sehr einfach mit einem Mashup Editor Daten aus bestehenden Datenquellen aufgerufen, kombiniert und zur Weiterverarbeitung bereitgestellt werden. Im Vergleich zu Consumer Mashups werden von Enterprise Mashups weitere Anforderungen wie beispielsweise Sicherheit oder Governance  erfüllt, die im Umgang mit Daten in Unternehmen eine Rolle spielen. User Interfaces sind bei Mashups immer an die Datenquellen gebunden.

Generierung von User Interfaces

In einem weiteren Ansatz werden, meist aus WSDL Dokumenten von Webservices einer SOA, meist mittels XForms Formulare zur Interaktion von Usern mit Webservices generiert. Ein zweiter Ansatz verwendet XSLT Stylesheets zur Erzeugung von Formularen. Diese kontextfreien Ansätze sind einfach und effizient. Jedoch sind die generierten Formulare relativ einfach und man kann im Vergleich zu den Möglichkeiten im Web 2.0 nicht gerade von einer Rich User Experience sprechen.

Links zum Thema

In der Diplomarbeit Dienstbasierte Benutzerschnittstellen zur menschlichen Interaktion in Geschäftsprozessen beschreibt der Diplomand Martin Voigt im Kapitel Bestehende Ansätze für User Interfaces in serviceorientierten Architekturen neben den hier erwähnten Ansätzen einen weiteren theoretischen Ansatz, bei dem Office Dokumente als User Interface einer SOA benutzt werden.

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